The New Sacred Art Movement

Der Film „The New Sacred Art Movement“ („Die Neue Sakrale Kunstbewegung“) von Olusola Otori beleuchtet das Leben und die bemerkenswerten gemeinschaftlichen Anstrengungen von Künstlern und Kunsthandwerkern, die ihr Leben der Bewahrung des Osun-Osogbo-Waldes und des kulturellen Erbes unter der Aufsicht von Susanne Wenger widmeten, einer in Österreich geborenen Künstlerin, die heute als Pionierin der „Neuen Sakralen Kunstbewegung“ in Osogbo im Westen Nigerias gilt. In diesem Film werden mehrere wichtige Themen behandelt, darunter menschliche Werte und Ethik, Umweltschutz und soziale Verantwortung, die Rolle von Susanne Wenger als Außenseiterin sowie die komplexen Fragen rund um das Zusammenleben von Kunst und traditioneller Yoruba-Praxis im stark christlich und islamisch geprägten Kontext Nigerias.
Der Dokumentarfilm wurde über einen Zeitraum von acht Jahren von dem nigerianischen Filmemacher Olusola Otori gedreht, während er die Schnittstelle von Spiritualität und Kunst erforschte. Er besuchte regelmäßig die Osun-Osogbo-Haine und dokumentierte spirituelle Orte, heilige Schreine von Gottheiten sowie Darstellungen der Göttin Osun.
Im Laufe der Zeit zeigt der Dokumentarfilm seltenes Filmmaterial der bedeutendsten ursprünglichen Künstler der „Neuen Sakralen Kunstbewegung“, darunter Adebisi Akanji und Sangodare Ajala (die beide kürzlich verstorben sind). Diese beiden wichtigen Künstler bildeten die nächste Generation von Künstlern und Kunsthandwerkern aus, die weiterhin die Kunstwerke in den Hainen auf traditionelle Weise restaurieren, im Einklang mit der Bedeutung und Spiritualität der Essenz der Schreine und Skulpturen. Die Gedanken dieser Traditionsgeneration werden in diesem Dokumentarfilm ebenfalls eindrucksvoll vermittelt.
Das anschließende Hintergrundgespräch mit Olusola Otori (Filmemacher) und Adolphus Opara (Fotograf) wird auf Englisch stattfinden.