Was passiert, wenn künstliche Intelligenz plötzlich Antworten auf tiefe Lebensfragen gibt? Wenn religiöse Influencer*innen auf Instagram, TikTok und tausende Menschen erreichen? Wenn Algorithmen mitentscheiden, welche Glaubenswelten wir kennenlernen? Und kann eine KI tatsächlich Trost spenden?
Religion ist im digitalen Zeitalter angekommen. Doch was bedeutet das für Glauben, für religiöse Gemeinschaften und für das interreligiöse Zusammenleben? Am 17. und 18. November 2026 verwandelt sich das Grazer Rathaus in einen Ort für außergewöhnliche Begegnungen, spannende Experimente und kontroverse Diskussionen. ComUnitySpirit lädt gemeinsam mit der Privaten Pädagogischen Hochschule Augustinum zur Interreligiösen Fachtagung ein. Zwei Tage lang treffen Wissenschaft auf Journalismus, Religion auf Technologie und digitale Lebenswelten auf spirituelle Traditionen. Mit dabei sind renommierte Expert*innen, Journalist*innen, Vertreter*innen verschiedener Religionsgemeinschaften und ‚religiöse‘ Influencer*innen, die ihre Erfahrungen aus der digitalen Praxis teilen.
Kaiserwetter, Klänge und Speisen, die Geschichten von Glauben, Festen und Traditionen erzählen: Rund um den Lebensbaum im Grazer Volksgarten wurde am 27. September religiöse Vielfalt erlebbar. Eindrucksvoll waren die Celloklänge von Erich Oskar Hütter, der musikalische Traditionen aus Judentum, Christentum und Islam miteinander in Beziehung setzte. Beim „Buffet der Religionen“ ging es um mehr als ums Essen: Auf den Tischen fanden sich Speisen, die zu religiösen Festen und besonderen Anlässen gehören und von den Traditionen der jeweiligen Gemeinschaften erzählen. So wurde beim dritten Tag der Religionen, der zugleich das Fest zum 20-jährigen Bestehen des Interreligiösen Beirats war, hörbar, sichtbar und schmeckbar, was in Graz über Jahrzehnte gewachsen ist: der interreligiöse Dialog.
In Graz feierten am 27. September 2026 Menschen unterschiedlicher Religionen am Tag der Religionen ihren Glauben und das 20-jährige Bestehen des Interreligiösen Beirats der Stadt Graz.
Vielfalt ist kein Luxus. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass wir gemeinsam Zukunft gestalten können. In den von Afro-Asiatischem Institut und Katholischer Hochschulgemeinde betriebenen Studierendenheimen des Quartier Leech ist Vielfalt Realität.
Mit Beginn des Schuljahres 2026/27 stellt das Kopftuchverbot für Schülerinnen bis zum 14. Geburtstag Schulen, Familien und insbesondere die betroffenen Mädchen vor eine neue Situation. Der Interreligiöse Beirat der Stadt Graz appelliert deshalb an Schulleitungen, Pädagog:innen und Bildungsbehörden, bei der Umsetzung des Gesetzes mit besonderer Umsicht und unter Wahrung der Würde der betroffenen Schülerinnen vorzugehen.
„Ein Gesetz, das mit dem Schutz und der Selbstbestimmung junger Mädchen begründet wird, darf in seiner Umsetzung nicht dazu führen, dass gerade diese Mädchen beschämt, ausgegrenzt oder öffentlich vorgeführt werden", betont der Interreligiöse Beirat.
Gleichzeitig würdigt der Beirat ausdrücklich die vielen Pädagog*innen und Schulleitungen, die bereits mit großer Sensibilität und Verantwortungsbewusstsein mit religiöser und weltanschaulicher Vielfalt umgehen.
Die politische Auseinandersetzung rund um das Kopftuchverbot dürfe nicht auf den Köpfen der betroffenen Mädchen ausgetragen werden. Der Beirat plädiert daher für vertrauliche und respektvolle Gespräche mit den Schülerinnen und ihren Eltern sowie für einen schulischen Umgang, der gesetzliche Vorgaben mit pädagogischer Verantwortung und Menschenwürde verbindet.
Das vollständige Statement des Interreligiösen Beirats der Stadt Graz findet Sie hier: DOWNLOAD
Am Sonntag, 27. September 2026, findet in Graz bereits zum dritten Mal der Tag der Religionen statt. Unter dem Motto „LEBEN … im Miteinander“ öffnen 15 Religions- und Bekenntnisgemeinschaften ihre Türen und laden dazu ein, religiöse Vielfalt hautnah zu erleben, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Perspektiven kennenzulernen. Gleichzeitig steht der diesjährige Tag ganz im Zeichen eines besonderen Jubiläums: 20 Jahre Interreligiöser Beirat der Stadt Graz.
Bereits am Vormittag laden mehrere christliche Gemeinschaften zu offenen Gottesdiensten ein. Von 13:00 bis 16:30 Uhr erwartet die Besucher*innen an den verschiedenen Standorten ein abwechslungsreiches Programm mit Führungen, Vorträgen, Musik, Meditationen, Gesprächen und Begegnungen. Ein zentraler Informationsstand bei der Weikhard-Uhr am Grazer Hauptplatz bietet Informationen zum Programm und zu allen teilnehmenden Standorten
Bei strahlendem Wetter und stimmungsvoller Musik von Michael Zarfl verwandelten sich die Stiegen der Zinzendorfgasse und die angrenzende Wiese in einen Ort der Begegnung. Zur Langen Nacht der Kirchen lud ComUnitySpirit, ein Projekt des Afro-Asiatischen Instituts, in Kooperation mit der Stadtkirche Graz zur interreligiösen Kost(Bar) ein.